11 Tipps, wie Sie beim Einkaufen sparen können
Das Einkaufen im Supermarkt ist mittlerweile keine einfache Sache mehr. Durch die verschiedensten Strategien von Marketing-Experten, wird in Geschäften alles darauf ausgerichtet, das Kaufverhalten der Kunden zu beeinflussen.
Während früher lediglich angenehme Hintergrundmusik genutzt wurde, um dem Kunden das Einkaufen angenehmer zu gestalten, ist jeder Aspekt des Einkaufens wissenschaftlich optimiert worden.
Hier nun elf Tipps, wie man sich den Marketing-Werkzeugen entzieht.
1. Als Paar einkaufen
Strategisch ist es einfacher Menschen zu beeinflussen, wenn Sie alleine sind. So wird etwa versucht Mann und Frau in geschlechtsspezifischen Geschäften wie Elektronik-Fachmärkten und Modegeschäften zu trennen.
Bleiben Sie besser zusammen und seien Sie offen für gegenseitige Kritik. Oft hat der Partner Recht wenn er anmerkt, dass das Objekt der Begierde nicht wirklich gebraucht wird.
2. Nicht locken lassen
Besonders die großen Elektromärkte locken gerne mit günstigen Angeboten. In der Sprache der Verbraucherschützer bezeichnet man diese Angebote als Lockvogel-Angebote. Auf diesem Wege wird der Kunde in die Filiale geführt. Dort ist nur eine geringe Anzahl von Geräten zum besonders günstigen Preis im Angebot.
Für all die Kunden, die das günstige Angebot nicht wahrnehmen können steht dann ein teureres Gerät der gleichen Kategorie bereit. Durch die Angabe: „Solange der Vorrat reicht“ ist dieses Verfahren rechtlich zulässig.
Sie schützen sich leicht vor diesen Angeboten indem Sie sich telefonisch nach dem Lagerbestand des Angebots erkundigen und wenn möglich bitten, das Objekt der Begierde zurücklegen zu lassen.
3. Satt sparen
Es ist eine Weisheit, die schon die Mutter kannte: „Gehe niemals hungrig in den Supermarkt.“ Mittlerweile ist auch wissenschaftlich bestätigt, dass ein hungriger und unterzuckerter Kunde leichte Beute ist.
Bei Hunger ist das Gehirn nicht in der Lage, Entscheidungen so rational zu treffen, wie im gesättigten Zustand. Je hungriger man ist, desto empfänglicher ist man für verführerische Verpackungen und ansprechend präsentierte Nahrungsmittel. Diese sind meist teurer, was man auch im eigenen Geldbeutel merkt.
4. Spontanität zügeln
Laut einer Studie des Branchenverbands POPAI (Point of Purchase Advertinsing International) sind 55% der Einkäufe Spontan-Handlungen. Je strukturierter Sie ihren Einkauf angehen, desto besser.
Ein Einkaufszettel hilft vielen Menschen bereits aus, um sich besser zu strukturieren. Wenn Sie sich selbst kontrollieren möchten hilft ein erweiterter Einkaufszettel, bei dem Sie vor dem Einkauf notieren, wie viel Sie bereit sind für den jeweiligen Artikel zu zahlen. So merken Sie schnell, wofür Sie mehr zahlen müssen, als Sie eigentlich bereit sind.
5. Bewusst das Unterbewusstsein kontrollieren 1
Nahezu alle Marketingmaßnahmen zielen auf das Unterbewusstsein der Kunden ab. Ganz gleich ob Musik, Licht, Düfte oder der Aufbau der Verkaufsfläche.
Licht lässt Fleisch und Obst frischer wirken, als es tatsächlich ist. Wer sich die Mühe macht, die Ware in „normales Licht“ zu halten, sieht oft braune Stellen.
Musik und der Klimaanlage zugefügte Aromen sollen den Kunden ein Gefühl von Entspannung vermitteln. Hiergegen hilft nur, sich dies immer wieder in den Sinn zu rufen und dem Einkaufszettel zu vertrauen.
6. Bewusst das Unterbewusstsein kontrollieren 2
Der Mensch ist in verschiedener Hinsicht durch die Evolution darauf programmiert, die Nahrung, die sich auf Augenhöhe oder höher befindet zu bevorzugen.
So haben die Lebensmittel auf Fuß-Höhe gleich aus mehreren Gründen schlechtere Chancen: Zum einen ist der moderne Mensch schlicht zu faul um sich zu bücken und zum anderen werden die Lebensmittel auf dieser Höhe instinktiv mit Fallobst gleichgesetzt.
Aus diesen Gründen sind die unteren Plätze im Regal des Supermarktes auch weniger beliebt und werden mit der günstigsten Ware bestückt.
Bücken lohnt sich also!
7. Bewusst das Unterbewusstsein kontrollieren 3
Da 85-90% der Menschen Rechtshänder sind und sich deshalb unterbewusst nach rechts orientieren, sind auch die verkaufsfördernden Elemente in dieser Blickrichtung aufgebaut.
In einem modernen Supermarkt folgt der Aufbau der Regale auch immer dem gleichen Schema.
- Die Regale sind so strukturiert wie der Tagesablauf des Menschen. Es beginnt mit frischem Obst, Gemüse, Brot und weitere Frühstücksutensilien. Gefolgt von Zutaten für warme Speisen und in Richtung der Kasse findet man abschließend alkoholische Getränke und Süßigkeiten.
- Die Regale sollen dem Kunden den Weg so kompliziert wie möglich machen. So sehen die Kunden die meisten Waren und werden zu Spontankäufen verführt.
- Wundern Sie sich nicht, wenn ihr Supermarkt wieder einmal komplett umgeräumt hat. Auch hierdurch sollen sich die Wege der Kunden im Markt verlängern.
- Die Waren, die dem Regal ausgelagert präsentiert werden vermitteln automatisch das Gefühl eines Schnäppchens. Unterbewusst nehmen Kunden die exponiert ausgelegte Ware als etwas Besonderes wahr. In den meisten Fällen findet sich im Regal aber eine günstigere Alternative.
8. Die Masse macht es nicht
Vermeintliche Sparfüchse greifen gerne zu Großpackungen. In der Annahme, ein besonderes Schnäppchen zu machen täuscht sich der Kunde aber häufig.
In den großen Kartons ist oft weniger Inhalt als vermutet und günstiger sind die großen Packungen selten.
Die einfachste Möglichkeit die unterschiedlichen Packungsgrößen zu vergleichen ist der ausgezeichnete Kilopreis. So hat man eine gemeinsame Bewertungsgrundlage.
9. Kinderfalle Kasse
Wer mit Kindern im Supermarkt unterwegs ist wird das Phänomen kennen. Die Wartezeit an der Kasse wird dank Überraschungseiern und Wundertüten zum reinsten Nerventest.
Doch nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene lassen sich in der Schlange an der Kasse besonders leicht verführen. So landet im letzten Moment doch noch eine Packung Kaugummi auf dem Kassenband, die im Dreierpack im Regal deutlich günstiger gewesen wäre.
10. Drogerie statt Apotheke
Viele Menschen vertrauen beim Kauf von nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln noch immer auf die Apotheke.
Dank neuester Rechtsprechung bekommt man diese in der Drogerie. Hier finden Sie die gleichen Inhaltsstoffe zu deutlich günstigeren Preisen.
11. Angebote aus der letzten Reihe
Gerade bei Sonderangeboten wird die frischeste Ware mit der längsten Spanne bis zum Verfallsdatum hinter der älteren Ware „versteckt“.
Gleiches gilt für frische Lebensmittel, wobei hier meist der Karton mit der frischesten Ware unter dem anderen Karton steht.
Besonders bei Discountern können Sie mit etwas stöbern die frischeste Ware finden.



09. Mai, 2011 







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